{"id":1142,"date":"2018-12-10T10:00:43","date_gmt":"2018-12-10T09:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.smarttarif24.de\/Blog\/?p=1142"},"modified":"2018-12-02T23:27:01","modified_gmt":"2018-12-02T22:27:01","slug":"xiaomi-das-steckt-hinter-dem-china-startup","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.smarttarif24.de\/blog\/2018\/12\/10\/xiaomi-das-steckt-hinter-dem-china-startup\/","title":{"rendered":"Xiaomi &#8211; Das steckt hinter dem China-Startup"},"content":{"rendered":"<p>In nur acht Jahr zum vierterfolgreichsten Smartphone-Hersteller: Wie ist das zu schaffen?<\/p>\n<figure id=\"attachment_542\" aria-describedby=\"caption-attachment-542\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-542\" src=\"http:\/\/www.smarttarif24.de\/Blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/82710980_s-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.smarttarif24.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/82710980_s-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.smarttarif24.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/82710980_s-768x509.jpg 768w, https:\/\/www.smarttarif24.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/82710980_s.jpg 850w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-542\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: 123rf.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hierzulande ist Xiaomi Noch l\u00e4ngst nicht so bekannt wie die gr\u00f6\u00dferen Konkurrenten Samsung, Huawei und Apple. Wer den Namen Xiaomi jedoch kennt, der assoziiert damit in der Regel preisg\u00fcnstige und dennoch leistungsf\u00e4hige Smartphones.<\/p>\n<p>Wie gelingt es dem Unternehmen, die Preise anderer Hersteller zu unterbieten? Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Lei Jun verr\u00e4t es bereitwillig: &#8222;Xiaomi ist mehr als ein Hardware-Unternehmen. Wir sind ein innovationsgetriebenes Internet-Unternehmen.&#8220;<\/p>\n<p>Das klingt ein bisschen nach flauschigem MArketing.Geschw\u00e4tz, hat aber eine ganz handfeste Bedeutung: Xiamoni verkauft seine Ger\u00e4te mit einer geringen (oder sogar nicht vorhandenen) Gewinnspanne, nimmt jedoch Geld ein durch &#8222;erg\u00e4nzende Dienstleistungen&#8220;.<\/p>\n<p>Konkret: Die Gewinnspanne bei Xiaomi-Ger\u00e4ten betr\u00e4gt typischerweise 1 bis 2 Prozent. Und Lei Jun verspricht, das sie die f\u00fcnf-Prozent-Grenze nie \u00fcberschreiten wird. Allerdings ist dies nicht ganz so einzigartig, wie es zun\u00e4chst klingt. Denn auch andere Smartphone-Hersteller wie Lenovo, LG und ZTE operieren mit Gewinnspannen von unter 5 Prozent. Bei den gro\u00dfen Drei jedoch ist die Spanne h\u00f6her: Bei Huawei und Samsung betr\u00e4gt sie etwa acht Prozent und beim Profit-Champion Apple sogar ungef\u00e4hr 20 Prozent.<\/p>\n<h4>Querfinanzierung<\/h4>\n<p>Was ist mit den Geld bringenden &#8222;erg\u00e4nzenden Dienstleistungen&#8220; gemeint? -Xiaomi bietet unter anderem Cloud-Speicherl\u00f6sungen an, einen App-Store, Video-Streaming-Abonnements und einen Kleinkredit-Online-Dienst. Eine weitere Einnahmequelle, die niedrige Smartphone-Preise erm\u00f6glicht: Einige Xiaomi-Smartphones zeigen Werbung an. Und zwar nicht nur in einzelnen Apps wie dem Musikabspieler oder dem Dateiverwalter, sondern auch direkt in den Einstellungen des Betriebssystems.<\/p>\n<h4>Das xiaomi-\u00f6kosystem<\/h4>\n<p>Xiaomi hat nicht nur Smartphones und verwandte Ger\u00e4te in seinem Produktkatalog, sondern auch Artikel wie Sicherheitskameras, elektrische Zahnb\u00fcrsten und Handt\u00fccher. Besteht da nicht das Risiko, dass das Unternehmen sich verzettelt? Das Unternehmen begegnet dieser Gefahr, indem es diese Produkte nicht tats\u00e4chlich selbst herstellt, sondern von anderen Unternehmen produzieren l\u00e4sst und dann unter dem Namen &#8222;Xiaomi&#8220; auf den Markt bringt.\u00a0 Nicht von irgendwelchen Unternehmen jedoch, sondern von solchen, an denen Xiaomi durch Investitionen Minderheitsanteile besitzt. Etwa 100 solcher Firmen geh\u00f6ren mittlerweile zum Xiaomi-\u00d6kosystem.<\/p>\n<p>Diese Betriebe profitieren nicht nur von den Investitionen und von den Xiaomi-Projektmanagern, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern auch von dem guten Ruf und dem Vertriebsnetz des Smartphone-Herstellers.<\/p>\n<p>Ein Paradebespiel daf\u00fcr ist das Fitness-Armband &#8222;Mi Band&#8220;, das von der Firma Huami f\u00fcr Xiaomi hergestellt wird. Dieses Ger\u00e4t kam 2014 f\u00fcr umgerechnet lediglich etwa 10 Euro auf den Markt &#8211; und war so erfolgreich, dass es Xiaomi im darauffolgenden Jahr auf den zweiten Platz in der Liste der Wearable-Hersteller weltweit katapultierte.<\/p>\n<h4>internet der dinge<\/h4>\n<p>Xiaomi setzt gro\u00dfe Hoffnungen auf das Internet der Dinge, insbesondere auf den Smart-Home-Bereich. Das Unternehmen selbst und seine 400 Partnerfirmen haben bereits \u00fcber 800 smarte Ger\u00e4te auf den Markt gebracht, die sich mit den Xiaomi-Smartphones und dem Heimautomatisierungssystem &#8222;Mi Smart Home Kit&#8220; vernetzen lassen. \u00dcber 85 Millionen derartige Ger\u00e4te sind nach Angaben des Xiaomi-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers bereits in Gebrauch.<\/p>\n<p>Mit der &#8222;Xiao AI&#8220; hat das Unternehmen zudem im April 2018 einen digitalen Assistenten mit k\u00fcnstlicher Intelligenz vorgestellt, der auf Xiaomi-Smartphones und auf smarten Lautsprechern zum Einsatz kommt.<\/p>\n<h4>zukunftsaussichten<\/h4>\n<p>Die Zukunft von Xiaomi sieht gut aus. Talentierte und enthusiatische Mitarbeiter, ein klares und bereits bew\u00e4hrtes Konzept sowie gen\u00fcgend Kapital, um dieses Konzept zu verwirklichen: Das wird zwar nicht ausreichen, um die beiden Marktf\u00fchrer Samsung und Huawei abzul\u00f6sen. Apple den dritten Rang streitig zu machen, das ist jedoch ein durchaus realistisches Ziel.<\/p>\n<p>Spannend wird es zu beobachten, ob Xiaomi sich mit Methoden, die in Asien erfolgreich sind, auch in Europa durchsetzen kann. Und ob es dem Unternehmen gelingt, in dem aus vielerlei Gr\u00fcnden schwierigen US-amerikanischen Markt eine nennenswerte Position zu erreichen.<\/p>\n<h4>Meilenstein-modelle<\/h4>\n<p>Aufsehen erregt hat Xiaomi bei europ\u00e4ischen Benutzern im September 2017 mit dem Smartphone &#8222;Mi A 1&#8220;. Nur 230 Euro kostete das Ger\u00e4t, dennoch konnte es mit einem Snapdragon -625-Prozessor aufwarten, sowie mit 4 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Massenspeicher, einem 5,5-Zoll-Bildschirm und einer Doppelkamera &#8211; und mit einem unver\u00e4nderten Android-System.<\/p>\n<p>Der aktuelle Nachfolger &#8222;Mi A 2&#8220; (der in der Version mit 64 GB Massenspeicher 225 Euro kostet) pr\u00e4sentiert sich mit einem schnelleren Prozessor (Snapdragon 660), einem gr\u00f6\u00dferen Bildschirm (5,99 Zoll) und einer besseren Kamera.<\/p>\n<p>Wer sich nicht mit einem Mittelklasseprozessor zufrieden geben m\u00f6chte, sondern Falggschiff-Leistung erwartet, der kann stattdessen zum Modell &#8222;Pocophone F1&#8220; greifen. Dieses Smartphone bietet neben einem Snapdragon-845-Prozessor 6 GB Arbeitsspeicher, 64 GB Massenspeicher, einen 6,18-Zoll-Bildschirm und einen 4.000-mAh-Akku &#8211; und kostet dennoch lediglich 350 Euro.<\/p>\n<p>Dieser Preis macht das Leben ein wenig schwierig f\u00fcr das zweite Flaggschiff &#8222;Mi 8&#8220;, das etwa 100 Euro teurer ist. Daf\u00fcr bietet es ein Geh\u00e4use aus Glas und Metall statt aus Kunststoff sowie einen AMOLED- statt einen LCD-Bildschirm &#8211; und existiert auch in einer Version mit 256 GB statt &#8222;nur&#8220; 128 GB Speicher.<\/p>\n<p>Das Smartphone &#8222;Redmi 5 Plus&#8220;\u00e4hnelt vom Preis (ab 165 Euro), vom Prozessor (Snapdragon 625), vom Speicherplatz und von der Bildschirmgr\u00f6\u00dfe her dem Modell &#8222;Mi A2 Lite&#8220;, hat aber gr\u00f6\u00dfere R\u00e4nder um den Bildschirm und verwendet als Betriebssystem MIUI statt einer unver\u00e4nderten Android-Version.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In nur acht Jahr zum vierterfolgreichsten Smartphone-Hersteller: Wie ist das zu schaffen? 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